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Aktuelles

Ob man Polizisten beleidigen kann, wenn man von Köchen spricht, verhandelt am kommenden Mittwoch das Jenaer Amtsgericht. Was wie ein Witz klingt, ist für Judith Dreiling vom Jenaer Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus eine ernste Angelegenheit. Für einen Studenten endete die Teilnahme an einer „Luftballonblockade“ des Aktionsnetzwerks mit einer Anzeige wegen Beleidigung.

2008-07-26k

Ist es Sache der Polizei, zu entscheiden, welche Protestformen politisch angemessen sind? Bunte Luftballons sollten im Juli 2008 in Altlobeda Nazis symbolisch den Weg versperren (Foto: B. Glasser).

Stein des Anstoßes war ein T-Shirt mit dem Aufdruck "A.C.A.B. - All Cooks Are Bastards" (Alle Köche sind Bastarde), mit dem eine bekannte Cateringfirma für sich wirbt. Ein Polizist hatte diese Aussage offenbar auf sich bezogen und sich derart beleidigt gefühlt, dass er Anzeige erstattet hatte.

Mehrere hundert Menschen demonstrierten am vergangenen Samstag in Arnstadt gegen den "Thüringentag der nationalen Jugend" und dem Umgang der Stadt mit dem Nazifest.  Die Behörden hatten den Nazis für deren Imagepflege einen prominenten Platz genehmigt: den Schlosspark. Und weil man am Treiben der braunen Kameraden nichts schlimmes finden konnte, fand zeitgleich nebenan das Arnstädter Schloßfest statt. Als störend empfand Bürgermeister Köllmer dagegen die antifaschistischen Proteste, so ließ er offenbar die "bunt-statt-braun"-Plakate des regionalen Bürgerbündnisses für Demokratie entfernen. Der Südthüringer Zeitung sagte Köllmer: "Die Linken sind es doch, die unser Image schädigen, weil die so ein Theater machen."

Südthüringer Zeitung zu Arnstadt
Bilder vom Nazifest bei Recherche Ost
NPD-Blog zu Arnstadt
Antifaschistische Gruppe Südthüringen
Rechtsextreme feiern "Thüringentag" neben städtischem "Traditionsfest"
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Beim "8. Thüringentag der nationalen Jugend" am 13. Juni 2009 in Arnstadt wollen hunderte Neonazis ihre Ideologie feiern mit Infoständen und Musik feiern. Die Veranstaltung findet auf Arnstadts zentralem Platz statt - direkt neben einem städtischen "Schlossfest". Proteste wünscht der Bürgermeister keine.
weiterlesen auf www.netz-gegen-nazis.de
Am Mittwoch, dem 27.05., finden zwei weitere Veranstaltungen der Reihe "Die Extreme Rechte" des FSR Sozialwesen an der FH-Jena statt., ab 17 Uhr mit dem Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Jena zum Thema “Gemeinsam Handeln gegen Rechts - von Aufklärung bis zivilem Ungehorsam“. Ab 18.30 Uhr stellt die Jugend- und Projektwerkstatt Jena die aktuelle Broschüre “Rechtsextreme Strukturen in Jena” vor, welche zusammen mit der JG-Stadtmitte und freien Journalisten erarbeitet wurde.
Link: FSR Sozialwesen an der FH Jena
"Die extreme Rechte will in Europa weiter zulegen. Schon jetzt sitzen mehr als 60 Abgeordnete nationalistischer und rassistischer Parteien im Europäischen Parlament. Was für ein Europa wollen sie und wie sind ihre Chancen? Auf welche internationalen Netzwerke können sie sich stützen und gibt es so etwas wie eine »Eurorechte« überhaupt?"
Im Rahmen der Kampagne "Thüringen Gemeinsam gegen Rechtsextremismus" der Mobilen Beratung Thüringen (MoBiT) laden die Jugend- Aktions- und Projektwerkstatt Jena und das Referat gegen Rechtsextremismus des StuRa der FSU Jena zu einer Vortragsveranstaltung ein. Am 26. Mai um 18:00 Uhr wird Carsten Hübner, freier Journalist aus Berlin, über neonazistische Parteien im Europaparlament und deren evtl. Erfolgschancen in der kommenden Europawahl referieren.  Die Veranstaltung findet im Hörsaal 5 am Campus der FSU, Carl-Zeiss-Str. 3, statt.



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