Für das Jahr 2013 haben die Nazis in Dresden erneut einen Aufmarsch angemeldet. Anders als in den letzten Jahren, haben Sie ihren geschichtsrevisionistischen Gedenkmarsch diesmal nur für den 13. Februar angemeldet und die Strategie, zu zwei Tagen - einmal unter der Woche und einmal am Wochenende nach dem 13. - zu mobilisieren, aufgegeben. Ihre Hoffnung ist klar: unter der Woche ungestört marschieren zu können, während diejenigen, die sonst ihre Route blockieren, verhindert sind.
Doch wie wir wissen, ist Antifaschismus kein Sonntagsspaziergang!
Lasst uns deshalb dafür sorgen, dass wir trotzdem viele sind, die sich den Nazis diesmal am 13. Februar in den Weg stellen und den Naziaufmarsch zum Desaster machen. Als Aktionsnetzwerk unterstützen wir wieder den Aufruf des Bündnis "Dresden - nazifrei!" und mobilisieren gemeinsam mit anderen Thüringer Gruppen für den 13. Februar nach Dresden.
Wie im vergangenen Jahr, so gibt es auch dieses Mal einen von "Dresden - nazifrei!" organisierten Täterspurenmahngang. Dieser soll wieder einen Kontrapunkt zur inakzeptablen Erinnerungskultur der Stadt Dresden setzen und sich kritisch mit der Rolle Dresdens und dem Leben und Wirken von Täter_innen aus Dresden im Nationalsozialismus auseinandersetzen.
Grünowski, Schillergässchen 5, 07745 Jena, Mo - Fr ab 12.00 Uhr, Sa+So ab 14.00 Uhr
Cafe Central, Markt 23, 07743 Jena, ab 19.00 Uhr
Wir bitten um eine Solispende von etwa 5,00 € pro Ticket. Auf dem Ticket findet ihr eine eMail-Adresse und eine Telefonnummer. Bitte meldet euch darüber bei uns an, damit wir euch zur Not über kurzfristige Änderungen informieren können. Ihr erhaltet dann auch die aktuellsten Infos zur Abreise, etc. per Mail.
Dem gemeinsamen Aufruf mit anderen Netzwerken und Bündnissen aus Thüringen folgt auch eine koordinierte Anreise. Hier ist eine Zusammenfassung der Städte, aus denen am 13. Februar Busse nach Dresden fahren:
www.haskala.de,
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Bus-Tickets:
Diese können über das Wahlkreisbüro Haskala erworben werden. Öffnungszeiten: Montag 10–16 Uhr, Dienstag 10–16 Uhr, Mittwoch geschlossen, Donnerstag 13–20 Uhr, Freitag 13–18 Uhr
Weimar
Abfahrtszeit:
12 Uhr ab Hauptbahnhof, anschließend kurzer Halt an der Katholische Kirche
Route:
Weimar - Gera - Dresden
Organisator:
Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar
Kontakt:
www.bgr-weimar.de,
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Bus-Tickets:
Diese können u.a. über das Büro Bündnis 90/Die Grünen Weimar, Burgplatz 5, erworben werden. Geöffnet hat es Dienstag und Donnerstag 10–15 Uhr sowie Mittwoch 13–18 Uhr. Es ist aber auch eine Reservierung per E-Mail möglich, dann werden die Tickets am Bus gegen eine Spende ausgegeben.
Gera
Abfahrtszeit:
13.30 Uhr
Route:
Gera – Dresden
Organisator:
Aktionsbündnis Gera gegen Rechts
Kontakt:
www.gera-nazifrei.com,
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30.01.2012: Vor 80 Jahren - Jena unterm Hakenkreuz
Unter dieser Überschrift wird der „Arbeitskreis Sprechende Vergangenheit“ am 30. Januar 2013 an die Machtübergabe an Hitler und seine Nazipartei erinnern. An verschiedenen Stationen wollen wir zeigen, was für tiefgreifende Änderungen damit auch für Jena verbunden waren, welche menschlichen Beschädigungen und tödliche Folgen das hatte.
Wenn wir diesen Mahngang am Rand des Stadtkerns beginnen, an der Ecke Zwätzengasse/ Saalbahnhofstraße und nicht auf dem Markt vor dem Rathaus, so verweisen wir darauf, dass der politische Machtwechsel, dass die Beseitigung der Demokratie nicht nur den politisch-öffentlichen Raum prägten, sondern weit in die einzelnen Familien hinein wirkten und furchtbare Konsequenzen nach sich zogen. Wir beginnen mit der Erinnerung einer 86jährigen NewYorkerin, die als Kind vom Fenster des Hauses Saalbahnhofstraße 15 den Nazi-Fackelmarsch am Abend des 30. Januars 1933 verfolgte. Weitere Stationen des Mahngangs sind Zwätzengasse, Fürstengraben 6, Uni-Hauptgebäude, Markt und Rathaus, Johannisstraße, das ehemalige Zeiss-Gelände (Campus) und das Gewerkschaftshaus – mit jeweiligen kurzen Informationen zu „Jena unterm Hakenkreuz“. Viele Menschen, auch in Jena, haben damals die Konsequenzen des Januar 1933 noch nicht geahnt oder nicht wahrhaben wollen, haben den Nazi-Spuk noch nicht ernst genommen. Wir wissen es heute besser.
Der "Arbeitskreis Sprechende Vergangenheit“ im Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus lädt ein zu einer Tagesfahrt am 21. April 2012 zum Thema „Nationalsozialistische Zwangsarbeit in unserer Region - Kriegsrü̈stung - Zwangsarbeit - Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.
An drei Orten in unserer Region informieren kompetente Kenner über den NS-Einsatz tausender Zwangsarbeiter und ihr Leid in einem verbrecherischen Produktionsprozess in den letzten Jahren der NS- und Kriegszeit. In der IMAGINATA mit Blick auf den Ort der früheren Zwangsarbeitslager informiert Stadthistoriker Dr. Rüdiger Stutz über die Zwangsarbeiterpolitik des NS-Staats, besonders in den letzten Kriegsjahren. OTZ-Journalist Frank Döbert berichtet speziell über den Zwangsarbeitereinsatz in Jena. In Großeutersdorf bei Kahla führen Mitstreiter des dortigen Geschichts- und Forschungsvereins durch das kleine Dokumentationszentrum und zu den Stollenanlagen am Walpersberg, wo sich die NS-Führung in den letzten Kriegsmonaten die Produktion von Düsenjägern erhoffte. Bei den Lagern im nahen Leubengrund spricht Historiker Dr. Marc Bartuschka darüber, wie die Produktionsverhältnisse und Lebensbedingungen in insgesamt 18 Lagern rund um Kahla für Tausende meist ausländischer Zwangsarbeiter eine Hölle bedeuteten und wo in wenigen Monaten ca. 3000 Menschen zu Tode kamen. SprecherInnen des Arbeitskreises verleihen den Stimmen der Opfer Gehör.
Wo in einer Stadt ein Unrecht ist, muss ein Aufruhr sein!
Am 30. Januar 2012, eine halbe Stunde vor der Mahnwache der Lobedaer „Initiative für Zivilcourage (LIZ)” in Lobeda-Altstadt, haben Mitstreiter des
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beim Gebäude Jenaische Straße 25 mit einer spontanen Aktion deutlich gemacht, dass es sich bei dem Gebäude und seinem Umfeld um ein Zentrum faschistischer Ideologie und Gewalt handelt. Das Banner mit dem Brecht-Zitat „Wo in einer Stadt ein Unrecht ist, muss ein Aufruhr sein!“ und die vier Neonazi-Profile von Ralf Wohlleben, André Kapke, Christian Kaiser und Maximilian Lemke wurden für eine Stunde vor Ort gezeigt, zuerst am Gebäude und dann bei der Mahnwache. Keine Nazi-Zelle in Lobeda-Altstadt!
Es gibt immer wieder Meldungen, wonach die Nazis am 18. Februar nicht mehr in Dresden marschieren werden und sich stattdessen ganz auf den 13. Februar konzentrieren. Lohnt es sich also nicht, nach Dresden zu kommen? Im diesem Interview erläutert Martin Glück von Dreden nazifrei! die aktuelle Situation in Dresden und die Planungen des Bündnisses für den 13.02 und 18.02. Es werden auf jeden Fall an beiden Tagen Busse aus Jena nach Dresden fahren!
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Jährlich kommen im Februar aus Anlass der Bombardierung der Stadt durch alliierte Verbände im Zweiten Weltkrieg tausende europäische Neonazis nach Dresden. Im Februar 2010 und 2011 gelang es, diesen größten Naziaufmarsch Europas zu blockieren. An die zwanzigtausend Menschen aus etlichen Städten folgten dem Aufruf des spektrenübergreifenden Bündnisses "Nazifrei! - Dresden stellt sich quer" und verhinderten mit Aktionen des zivilen Ungehorsams, dass tausende Geschichtsrevisionisten und Neofaschisten in einem von ihnen als Trauermarsch bezeichneten Zug durch Dresden marschieren konnten.