Aufklärungs- und Bildungsarbeit an Schulen und Jugendeinrichtungen soll zu einem offensiven Umgang mit Rechtsextremismus führen. Schüler und Lehrer werden unterstützt, im Rahmen ihrer Schulen und darüber hinaus aktiv zu werden.
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Malaktion: 100 Banner und noch mehr! |
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... gegen das rechtsextreme "Fest der Völker" in Pößneck!
Das Schüler-Lehrer-Netz sucht eure kreativen Ideen!
Was bisher geschah
Im September 2009 haben SchülerInnen mehrerer Jenaer Schulen und andere Gruppen etwa 70 Banner und Transparente gemalt, um gegen das Neonazi-„Fest der Völker“ in Pößneck zu protestieren. Durch die kurzzeitige polizeiliche Verlegung des „FdV“ in das Areal des „Schützenhauses“ wurden die Banner am ursprünglich vorgesehenen Ort des Neonazi-Festes jedoch ihrer Wirkung beraubt. - Anders die Erfahrung 2007 in Jena: Die über 200 m lange „Randstreifenaktion“ entlang der Schnellstraße ins Zentrum mit der Ansage „Nazifeste verhindern“ war im Vorfeld und während des Rechtsrockfestes durch die räumliche Nähe und die permanente Teilnahme von vielen entschlossenen Menschen äußerst wirkungsvoll.
Was wir vorhaben: 100 Banner und noch viel mehr ...
Wir möchten euch unter dem Motto „100 Banner und mehr gegen Rechtsextremismus“ einladen, bei unserer Aktion mitzumachen. Gestaltet dafür in den nächsten Wochen ein, zwei, drei vier ... Banner (so viele, wie ihr selbst auch zeigen könnt), die eure klare, witzige und kreative Ansage gegen Rechtsextremismus zeigen. Die besten zehn Gestaltungen werden übrigens öffentlich ausgezeichnet. Die Malaktion an euren Schulen ist der erste Teil der Aktion.
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1. SchülerInnen- und Jugendlichen-Ratschlag |
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Etwas unsicher waren wir schon, wie viele Schülerinnen und Schüler der Einladung zum 1. Jenaer „SchülerInnen- und Jugendlichen-Ratschlag" am Donnerstag, 12. Juni, in die Aula der IGS denn folgen würden. Mehr als 35, oder nur 25 oder noch weniger? So was wie ein kreativer Ideentag gegen Rechtsextremismus mit Schülern und Jugendlichen hat ja in Jena bisher noch nie stattgefunden. Als es dann um 14 Uhr losging, waren ca. 75 junge Leute aus 10 Jenaer Schulen und einer Jugendeinrichtung zusammengekommen, die Schulleiter Rüdiger Schütz und Wolfgang Rug vom Schüler-Lehrer-Netz begrüßen konnten. Mehr als 50 von ihnen haben die vollen drei Stunden hindurch engagiert und mit vielen eigenen Ideen beraten, diskutiert und geplant. Und Dank an das Jugendamt, das das Projekt gefördert hat. - In großer Frau- und Mannschaft waren SchülerInnen der Jenaplanschule, des Ernst-Abbe-Gymnasiums, des Angergymnasiums und der gastgebenden IGS erschienen, aber auch die Regelschule „Alfred Brehm", die Lobdeburgschule, die Freie Waldorfschule, das Adolf-Reichwein-Gymnasium, das Christliche Gymnasium, das Berufsbildende Schulzentrum Jena-Göschwitz, die Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales und das Jugendzentrum „Treffpunkt" waren vertreten.
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Warum ein "Schüler-Lehrer-Netz"? |
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Auch wenn die Ideologie von Neonazis in vielfältiger Weise personell und institutionell an alte Nazistrukturen anknüpft, auch wenn zahlreiche Aktivisten der Naziszene sich auf langjährige Hintergrund- und Untergrund-Strukturen (nicht zuletzt aus den westlichen Bundesländern) stützen können: wichtigste Zielgruppe der Nazi-Agitation sind Schüler und Jugendliche, und dies mit besonderem Schwerpunkt in den östlichen Bundesländern.
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