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Presse
14.02.2010 (TLZ): Kein Aufmarsch ewig Gestriger

Jena. (tlz/bag) Noch nie war der Widerstand in Dresden gegen den alljährlichen Naziaufmarsch am 13. Februar so stark.

Zum ersten Mal konnte der angebliche Trauermarsch der ewig Gestrigen verhindert werden. Anteil daran hatten auch die mehr als 500 Jenaer, die mit Bussen angereist waren, unter ihnen auch Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter.

Die meisten der Jenaer Demonstranten blockierten die Leipziger Straße, später auch die Kreuzung zur Antonstraße in der Dresdener Neustadt. Stundenlang harrten sie aus, um den Platz für die Neonazis zu sperren. Und weil auch weitere Zufahrtsstraßen von Menschenmassen besetzt waren, mussten die etwa 5000 Neonazis schließlich am Neustädter Bahnhof bleiben. Ihr Aufmarsch wurde untersagt.

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03.02.2010 (indymedia): Dresden - Der Stand der Dinge

Bereits seit einigen Tagen kursierten Gerüchte. Als das Ordnungsamt den Gegendemonstranten so einfach den Hauptbahnhof überlassen wollte, war klar dass der Naziaufmarsch dort nicht stattfinden wird. Jetzt ist es offiziell: Der JLO-Aufmarsch wird am Neustädter Bahnhof beginnen. Unterdessen bleibt die Repression weiterhin auf sächsischem Niveau, während zugleich interessierte Kreise ihre Bemühungen intensivieren Horrorszenearien für den 13. Februar zu zeichnen.

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29.01.2010 (Neues Deutschland): Probesitzen für Dresden
Bündnis mobilisiert trotz Aufmarschverbot


Probesitzen in Berlin, Plakatieren in vielen Städten. Die Mobilisierung gegen die Dresdner Nazidemo geht trotz des Aufmarschverbotes weiter.

Berlin, Dresden, Erfurt (ND). Das Bündnis »Dresden nazifrei« geht weiterhin davon aus, dass der für den 13. Februar angekündigte Naziaufmarsch stattfinden wird. Eine gestern erlassene Verfügung der Behörden, wonach lediglich eine Kundgebung erlaubt ist, betrachte man als »rechtlich nicht haltbar«, sagte ein Sprecher auf ND-Anfrage. Daher werde am Blockadekonzept des Bündnisses nichts geändert. Auch ein für Samstag 14 Uhr an der Dresdner Synagoge geplantes »Probesitzen« werde durchgeführt.

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24.01.2010 (TAZ): Bündnis gegen Nazis blockiert

Die Staatsanwaltschaft hat die Internetseite eines Bündnisses gesperrt, das die Nazidemo gegen den "alliierten Bombenterror" blockieren will. Der Grund: Sie rufe zur Gewalt auf.

Das Aktionsbündnis "Nazifrei! Dresden stellt sich quer" musste mit ihrer Website www.dresden-nazifrei.de auf einen neuen Provider im Ausland ausweichen, weil die Staatsanwaltschaft Dresden erneut gegen ihren Slogan "Gemeinsam Blockieren" vorging. Die Seite wurde vom Provider gesperrt, seit Samstagnacht prangt auf der kriminalisierten Homepage das Wort "Zensiert". Der Aufruf zum Blockieren der Nazi-Aufmarsches zum "Gedenken an die deutschen Opfer des alliierten Bombenterrors" am 13. Februar ist jetzt unter www.dresden-nazifrei.com zu finden.

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24.01.2010 (TLZ): Das geht uns alle an

Jena. (tlz) Dass Menschen, die gegen den geplanten Naziaufmarsch in Dresden am 13. Februar demonstrieren wollen, als linksextrem diffamiert und kriminalisiert werden, will Luise Zimmermann nicht in den Sinn.

Die junge Frau vom Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus in Jena versteht nicht, wieso man "Menschen, die gegen die Nazis protestieren wollen" dieses als Straftat vorwirft. Genau das jedoch sei die Begründung für das Vorgehen von Polizei und Staatsanwaltschaft, die Büros des Bündnisses "Dresden Nazifrei" in Dresden und Berlin durchsucht und Plakate beschlagnahmt hatten. Diese - so der Vorwurf - seien ein Aufruf zu Straftaten. "Das ist doch absurd und lächerlich", sagt Luise Zimmermann.

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