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Diskussionstext zu Zivilem Ungehorsam gegen rechtsextreme Aufmärsche

Diskussionstext zu Zivilem Ungehorsam gegen rechtsextreme Aufmärsche

In Jena, Weimar und Erfurt ist es in den letzten Jahren mehrfach gelungen Naziaufmärsche zu blockieren. Tausende GegendemonstrantInnen setzten sich auf die Strasse und behinderten die Nazis bei ihrer menschenverachtenden Propaganda.
Trainingsangebote

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Nazis? - Blockieren! Die erfolgreichsten Aktionen gegen Naziaufmärsche waren in den letzten Jahren Blockaden durch viele Menschen. Es gelangen öffentliche Zeichen des Widerstands und eine Beschränkung der Naziaktivitäten, sei es durch Verkürzung ihrer zeitlichen Präsenz, oder die Verlegung ihrer Routen und Plätze. Die mehr oder minder spontanen Blockaden offenbarten aber auch Schwächen. An vielen Orten fehlte es an Organisiertheit und Vertrauen in die eigene Stärke. Viele Menschen, die alleine gekommen waren, fühlten sich überfordert mit den für sie neuen Situationen. Es mangelte an individueller Erfahrung, anschlussfähigen Strukturen und handlungsfähigen Gruppen.
Sambatruppe Jena-Lobeda

Sambatruppe Jena-Lobeda

Um gegen Naziaufmärsche und Nazifeste mit Demonstrationen und Blockaden erfolgreich zu sein, braucht man viele entschlossene Menschen. Und Lautstärke. Und Power.

saalfeld quer bannerAm 1. Mai 2015 wollen mehrere Hundert Neonazis in Saalfeld aufmarschieren. Organisiert wird der Aufmarsch von der aus Bayern stammenden Neonazi-Partei "Der Dritte Weg", die hierbei von der extrem rechten Szene aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt unterstützt wird. Hinter dem "Dritten Weg" steckt der im Jahr 2014 durch das bayrische Staatsministerium des Inneren verbotene Kameradschaftsverbund "Freies Netz Süd" (FNS). Beide Gruppen sind personell, inhaltlich und im Auftreten weitestgehend identisch. Mit der 'Parteiengründung' wird das Verbot quasi umgangen. "Der Dritte Weg" versucht sich als radikalere Alternative zur NPD zu inszenieren und tritt noch offener als die NPD mit Bezügen zum Nationalsozialismus auf. Seit einiger Zeit hat er damit in Sachsen und Thüringen auch einigen Erfolg und dort 'Stützpunkte' eingerichtet.

Angemeldet sind für Saalfeld 200 Personen direkt auf dem Markt von Saalfeld, aufgrund der Erfahrungen vom 1. Mai 2014 (Plauen) bzw. dem 1. Mai 2013 (Würzburg) muß damit gerechnet werden, dass der 3. Weg ca. 600-700 Neonazis mobilisieren kann. Dagegen wird das im Herbst vorigen Jahres gegründete Bündnis "Zivilcourage und Menschenrechte" im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Protest organisieren.

Entsprechend §6 Abs.1 VersG weisen wir darauf hin, dass Personen, die rechtsextremen Parteien angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äusserungen in Erscheinung getreten sind, von unseren Veranstaltungen ausgeschlossen sind.




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