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Diskussionstext zu Zivilem Ungehorsam gegen rechtsextreme Aufmärsche

Diskussionstext zu Zivilem Ungehorsam gegen rechtsextreme Aufmärsche

In Jena, Weimar und Erfurt ist es in den letzten Jahren mehrfach gelungen Naziaufmärsche zu blockieren. Tausende GegendemonstrantInnen setzten sich auf die Strasse und behinderten die Nazis bei ihrer menschenverachtenden Propaganda.
Trainingsangebote

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Nazis? - Blockieren! Die erfolgreichsten Aktionen gegen Naziaufmärsche waren in den letzten Jahren Blockaden durch viele Menschen. Es gelangen öffentliche Zeichen des Widerstands und eine Beschränkung der Naziaktivitäten, sei es durch Verkürzung ihrer zeitlichen Präsenz, oder die Verlegung ihrer Routen und Plätze. Die mehr oder minder spontanen Blockaden offenbarten aber auch Schwächen. An vielen Orten fehlte es an Organisiertheit und Vertrauen in die eigene Stärke. Viele Menschen, die alleine gekommen waren, fühlten sich überfordert mit den für sie neuen Situationen. Es mangelte an individueller Erfahrung, anschlussfähigen Strukturen und handlungsfähigen Gruppen.
Sambatruppe Jena-Lobeda

Sambatruppe Jena-Lobeda

Um gegen Naziaufmärsche und Nazifeste mit Demonstrationen und Blockaden erfolgreich zu sein, braucht man viele entschlossene Menschen. Und Lautstärke. Und Power.

Mit großer Sorge betrachten wir eine gesellschaftspolitische Entwicklung, die in die Öffentlichkeit drängt und vorgibt, das 'Abendland' vor einer angeblichen Islamisierung bewahren zu müssen. Spätestens seit Thilo Sarrazins Thesen über ein sich abschaffendes Deutschland und dessen Millionenfache Leserschaft wissen wir wie anfällig viele unserer Mitmenschen für derlei Unsinn sind. In Thüringen hat diese Spezies in Form einer sich THÜGIDA nennenden Bewegung eine besondere Ausprägung erfahren. Die nazistisch geprägte Truppe verbreitet unverblümte rassistische Hetze, vermischt mit einer speziellen Auswahl aus der Abstellkammer der Verschwörungstheorien und bemüht sich kaum noch um einen bürgerlichen Anstrich.

Die Wirkung ist jedoch nicht zu unterschätzen. Wenn die braune Kälte der Ausgrenzung auf Mitmenschen trifft die aus den perfidesten Gründen als minderwertig definiert werden, ist dies auch immer ein Akt von Gewalt. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit lässt sich nicht mit dem Deckmantel des besorgten Bürgers kaschieren.

Die „Thügisten“ um Köckert und Frenck wollen nach Suhl und Erfurt nun ihren Ungeist in Eisenberg verbreiten. Am kommenden Montag den 20.April ab 19:00 Uhr wollen sie bis in Sichtweite der Unterkunft für Flüchtlinge in Eisenberg marschieren.

Wir werden uns ihnen entgegenstellen!

Das Aktionsnetzwerk ruft dazu auf, sich an den Gegenveranstaltungen zu beteiligen. Kundgebungen sind an mehreren Orten in Eisenberg angemeldet. Wir werden uns ab 18:00 Uhr in der Jenaer Straße in unmittelbarer Nähe der Thüringer Landesaufnahmestelle und gemeinsam mit deren Bewohnern aufhalten.

Damit wollen wir nicht nur ein Zeichen der Solidarität setzen, sondern uns auch schützend vor unsere neuen Nachbarn stellen.

Informationen zur Anreise und weiteren Kundgebungen sind u.a. hier zu finden: http://igrait.blogsport.de

Entsprechend §6 Abs.1 VersG weisen wir darauf hin, dass Personen, die rechtsextremen Parteien angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äusserungen in Erscheinung getreten sind, von unseren Veranstaltungen ausgeschlossen sind.




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