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Flyer DownloadDas ehemalige KZ Ohrdruf wurde im November 1944 als Außenkommando des KZ-Stammlagers Buchenwald eingerichtet (Deckname SIII), mehrere Monate auch als eigenständiges KZ geführt, bestehend aus Nord- und Südlager sowie zwei weiteren Lagern in Crawinkel und Espenfeld. Mehr als 11000 Häftlinge verschiedener Nationen aus Buchenwald und vielen anderen NS-Lagern mussten unter qualvollen Bedingungen als Zwangsarbeiter im Jonastal ein riesiges Stollen-System in den Berg treiben, als mögliches „Führerhauptquartier“, als letzte Bastion der NS-Führungsclique, als Basis zur Fortführung des Krieges ... Es war ein mörderisches Programm der Vernichtung durch Arbeit, von Krankheit und Tod. In den Lagern starben in den wenigen Monaten mindestens 3000 Menschen, viele starben auf den Evakuierungsmärschen Anfang April 1945 zurück nach Buchenwald und von dort aus weiter. Die US-Armee fand bei ihrer Eroberung des Nordlagers am 4. April 1945 eine große Zahl erschlagener und verhungerter Häftlinge, nur wenige Überlebende. Es war der Ort, an dem die US-Armeeführung erstmals das ganze Ausmaß der NS-Verbrechen mit eigenen Augen sehen konnte.

Datum: Samstag, 12. April 2014

Programm:

08.00 Uhr Busbahnhof Jena; 8.15 Uhr Göschwitz, Bushaltestelle bei der Kirche
09.00 Uhr

Erinnerungsort 1: Arnstadt„Geschichtsinsel im Lokschuppen“ des Jonastalvereins; Einführung zum Komplex „SIII/Jonastal“ durch Klaus-Peter Schambach, Autor des Buchs „Tatort Jonastal“

10.00 Uhr

Erinnerungsorte 2/3: Weiterfahrt zum ehemaligen Lagerbereich Espenfeld und zum Denkmal im Jonastal

11.30 Uhr

Crawinkel, Gemeinschaftshaus „Alte Mühle“: Lichtbildervortrag von Klaus-Peter Schambach

12.30 Uhr Mittagsimbiss in der „Alten Mühle“, danach Gelegenheit zum Rundgang durch das Heimatmuseum
13.45 Uhr Neonazis in der Region – Gespräch mit Stefan Heerdegen, Mobit Thüringen e.V., und Vertretern des Crawinkler Bürgerbündnisses für Demokratie
14.45 Uhr Dokumentationsfilme
15.30 Uhr Erinnerungsort 4: Das „Compiègne-Waggon“-Denkmal am Bahngelände Crawinkel
16.00 Uhr Erinnerungsort 5: Besuch beim ehemaligen „Nordlager, beim ehem. KZ-Massengrab und dem Obelisken auf dem heutigen Bundeswehrgelände Ohrdruf
17.30 Uhr Rückfahrt nach Jena - Rückkehr ca. 18.45

 

Kosten: 

Die Tagesfahrt wird von der Amadeu Antonio Stiftung gefördert. Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben, wir bitten aber um eine Spende zur Deckung verbleibender Kosten. Mittagsimbiss u. Eintritt sind im Programm enthalten.

Anmeldung:

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wenn Sie an der Tagesfahrt teilnehmen wollen, melden Sie sich bitte verbindlich an. Hier geht es zur Online-Anmeldung.

Sie erhalten dann eine Bestätigung Ihrer Anmeldung sowie eine Woche vor dem Termin aktuelle Informationen zur Tagesfahrt.




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