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„...ein Leidenszug, wie er nicht schlimm genug geschildert werden kann“

Flyer PreviewDer Arbeitskreis ‚Sprechende Vergangenheit’ und die Stadt Jena laden zu dieser besonderen Erinnerungsveranstaltung ein. Beim letzten der Todesmärsche aus dem Konzentrationslager Buchenwald wurden am 11. April 1945 mehrere Tausend völlig erschöpfter Menschen in Richtung Osten getrieben, vor den anrückenden amerikanischen Truppen her. Vom Lager Buchenwald zuerst zu Fuß, dann vom Bahnhof Weimar mit einem Zug, nach der Bombardierung der Lokomotive ab Großschwabhausen dann wieder zu Fuß, ging der Leidensweg am Abend des 11. April quer durch Jena: Mühltal, Erfurter Straße, Fürstengraben, Steinweg, über die Camsdorfer Brücke, die kurz danach gesprengt wurde, und durch die heutige Karl- Liebknecht-Straße weiter in Richtung Eisenberg. Mit vielen Toten rechts und links der Straße, vor Erschöpfung Gestorbenen oder kaltblütig Ermordeten, vor den Augen vieler Einwohner Jenas, auch vieler Kinder.

Beginn um 13.00 Uhr in der Friedenskirche Jena

Unser Erinnerungsfahrt und ihre Stationen:

  • 13.00: Friedenskirche: Kurze Einleitung von Dr. Harry Stein, Gedenkstätte Buchenwald
  • 13.45: Start am Gedenkstein Heinrichsberg, weiter via Fürstengraben und Steinweg
  • 14.15: Camsdorfer Ufer: Die letzten Kriegstage in Jena
  • 14.40: Karl-Liebknecht-, Ecke Schlippenstraße: Erinnerung an die dortigen Mordtaten
  • 15.00: Aula des Anger-Gymnasiums: Bilder; Berichte von Zeitzeugen; Gespräche
  • 15.45: Weiterfahrt auf dem Radweg nach Großlöbichau
  • 16.15: Großlöbichau, Friedhof, danach ehem. Steinbruch oberhalb der B7: Erinnerung an die dortige Massenhinrichtung, Informationen von Dr. Marc Bartuschka.
  • 17.00: Rückfahrt

Wir laden herzlich ein, an dieser besonderen Erinnerungsfahrt teilzunehmen,  besonders auch jüngere Menschen, gern auch Familien mit Kindern. Wie? Am besten mit Fahrrädern, mit der Straßenbahn oder anderen Verkehrsmitteln. Man kann sich aber auch gern an den einzelnen Stationen anschließen.

Die Veranstaltung wird unterstützt durch die Amadeu Antonio Stiftung und durch das Jenaer Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus. 

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