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AK Sprechende Vergangenheit

Der Arbeitskreis „Sprechende Vergangenheit“ erinnert mit seinen Veranstaltungen an die nationalsozialistische Vergangenheit der Stadt Jena. Auf gestalteten Stadtrundgängen, bei öffentlichen Diskussionsveranstaltungen, mit Vorträgen und Ausstellungen werden verschiedene Aspekte dieser Zeit thematisiert und zugleich die Geschichtslügen der Nazis demaskiert. Besonders die Stadtrundgänge zu authentischen Orten der Stadtgeschichte haben nachhaltige Wirkung, denn sie unterstützen die Bildungsarbeit schulischer Einrichtungen als offenes Angebot. Gegenwärtig arbeitet der Arbeitskreis an einem virtuellen Stadtrundgang („Vernetztes Gedächtnis“) zum Thema „Jena in der Zeit des Nationalsozialismus“, der auf die Homepage der Stadt Jena gestellt werden soll.

In der NS-Zeit war die Anstalt Zschadraß für die meisten Opfer aus Jena die letzte Station vor ihrer Ermordung in der Todesanstalt Pirna-Sonnenstein. Unsere Fahrt von Jena, zu den heutigen Diakonie-Kliniken in Zschadraß bei Colditz, ist also ein Stück des damaligen letzten Weges in den Tod.
Start ist um 8.30 Uhr in Jena am Busbahnhof. Vor Ort ist der Besuch im Museum mit den Inszenierungen "Ort jenseits der Straße"; und Informations- und Rundgespräche geplant.

  • Dr. Boris Böhm, Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, zu den T4-Krankenmorden und zur damaligen Tötungsanstalt
  • Dr. Renate Renner, Stadtroda (angefragt), zur ehemaligen Landesklinik Stadtroda
  • AK Sprechende Vergangenheit, zu den Jenaer Opfern und zur Quellenlage

Um 18.30 Uhr wir der Bus voraussichtlich wieder in Jena eintreffen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt – die Teilnahme ist kostenlos. Noch sind einige Plätze frei! Es wird aber um eine Spende zur Bestreitung der Unkosten gebeten. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (erforderlich) ab sofort über Arbeitskreis "Sprechende Vergangenheit".

 

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Der Arbeitskreis Sprechende Vergangenheit lädt ein zur Setzung eines Stolpersteins

am 14. Mai 2019, 9 Uhr, Unterm Markt 4 in Jena für

HEINRICH WEIDINGER

JG. 1890

VERHAFTET 12.6.1939

VERURTEILT § 175

GEFÄNGNISHAFT SCHUTZHAFT

1943 DACHAU, BUCHENWALD

ERMORDET 27.1.1944 

 

Der Arbeitskreis "Sprechende Vergangenheit" möchten auf das Ausstellungsprojekt "erfasst, verfolgt, vernichtet. Der Umgang mit kranken und behinderten Menschen im Nationalsozialismus" (Wanderausstellung der DGPPN), auf die Jenaer Begleitausstellung "Verlegt in eine andere Anstalt" sowie auf das dazugehörende Begleitprogramm mit weiteren Vorträgen, Führungen und einem Film im Kino Schillerhof hinweisen.

 Wanderausstellung
 Quelle: https://www.dgppn.de Download Flyer [PDF]

Die DGPPN-Ausstellung läuft seit 2017 unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wurde schon an vielen Orten im In- und Ausland gezeigt, jetzt auch in Jena.


Die von uns selbst in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Historischen Instituts der FSU erarbeitete Begleitausstellung zeigt einzelne Opferschicksale aus Jena sowie die Rolle der Jenaer Psychiatrie bei diesen Verbrechen - insgesamt wurden mehr als 50 Menschen aus Jena allein in der sog. "Aktion T4" ermordet, zumeist in Pirna-Sonnenstein.

Eröffnet wird das Ausstellungsprogramm zunächst am Freitag, 24.11., ab 18 Uhr im Rahmen der "Langen Nacht der Wissenschaften" im Eingangsbereich des Universitätsklinikums in Lobeda-Ost, dort findet um 19 Uhr der Hauptvortrag von Prof. Schmuhl, Univ. Bielefeld statt zum Thema "Arbeit am 'Volkskörper'. Medizin und Biopolitik im Nationalsozialismus", im Anschluss daran Führungen durch die Ausstellungen.




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