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Nicht unterschätzen, aber auch nicht überschätzen; Korrekt behandeln, Ausgrenzen, aber nicht ausstoßen... - diese und andere Rezepte schlug der Autor Toralf Staud für den Umgang mit der NPD vor....

Die Techniker hatten große Teile des aktuellen Bühnenbilds entfernt, um Platz zu schaffen für die Veranstaltung des Jenaer Aktionsnetzwerks gegen Rechtsextremismus. In Kooperation mit dem Theaterhaus und der Friedrich- Naumann- Stiftung war Toralf Staud mit seinem Buch „Moderne Nazis" eingeladen, um über die NPD zu referieren. Als kurz vor Beginn statt der erwarteten 150 plötzlich 250 Menschen kamen, gab es für viele nur noch Stehplätze.

„Sehr schade, daß weitere 100 Menschen, die noch vor dem Eingang standen, keinen Platz mehr bekamen - es ging einfach nichts mehr" bedauerte Luise Zimmermann, eine der Sprecherinnen des Aktionsnetzwerks.

Die Konzentration, mit der Stauds Ausführungen begleitet wurden, offenbarte das sehr hohe Informationsbedürfnis. „Das zeigt, daß es endlich gelingt, Menschen für Aktivitäten gegen Rechtsextremismus zu gewinnen, die bisher abwartend an der Seite standen", sagte Christoph Ellinghaus vom Aktionsnetzwerk.

Angesichts der Faschisierung der ostdeutsche Provinz könne ein neues NPD- Verbotsverfahren nicht das Ziel sein, führte Toralf Staud aus. Entscheidend seien vielmehr das entschlossene Engagement zivilgesellschaftlicher Akteure und die Etablierung einer alternativen Jugendkultur. Die offensive Auseinandersetzung mit der NPD müsse in den Blick nehmen, daß weite Teile völkischer Ideologie inzwischen in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen seien.

Die Internetseite zum Buch: www.moderne-nazis.de




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