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"Wir widersetzen uns seit Jahren den Aktivitäten von Rechtsextremisten in Jena und darüber hinaus und beweisen damit auch Zivilcourage."“, sagt Birgit Besenbeck vom Jenaer Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus. In dieser Woche gründete das Netzwerk einen Rechtshilfefonds. In dem Aufruf dazu heißt es: "Wir setzen uns Nazis in den Weg, immer wieder und auch in Zukunft. Wir wissen, dass wir die Lücke zwischen Legalität und Legitimität, die bei jedem genehmigten Naziaufmarsch sichtbar wird, nur selbst füllen können, mit unserer Verletzlichkeit und unserer Kraft. Wer sich aber auf die Straße setzt, um Naziaktivitäten zu unterbinden, lässt es sich was kosten. Wer gezielt und öffentlich vorbereitet, das mit vielen anderen gemeinsam zu tun, muss wissen: nicht nur Mut und persönlicher Einsatz sind gefragt. Dieses Handeln kann juristische Konsequenzen haben."

Solche Konsequenzen werden gemeinsam getragen. Das Aktionsnetzwerk sammelt Geld für den Fonds, um damit Betroffene auch finanziell zu unterstützen.

Ein siebenköpfiges Gremium entscheidet über die Vergabe des Geldes. Prof. Misselwitz, auch eines der Mitglieder, sagt dazu: "„Ich finde es höchst wichtig, dass das Aktionsnetzwerk durch die Einrichtung des Rechtshilfefonds Verantwortung für die Menschen übernimmt, die sich den Aktionen anschließen. Deshalb bin ich gern bereit in diesem Gremium mitzuarbeiten." "Das größte Pfund in der gemeinsamen Kasse ist unsere Solidarität. Wenn Strafantrag und Verurteilung drohen, dann kostet diese Solidarität auch Geld.",“ ergänzt Dr. Mariana Thiele, eine der SprecherInnen des Aktionsnetzwerkes.

Das erste Geld ist schon im Topf: für ihr Engagement gegen das sogenannte „Fest der Völker“ erhielt die Randstreifenaktion im letzten Jahr den Preis für Zivilcourage der Stadt Jena. Die Auszeichnung von 1000 Euro bildet nun den Grundstock des Rechtshilfefonds. Torsten Treff, einer der Initiatoren des Randstreifens, erklärt dazu: „Auch gewaltfreies zivilcouragiertes Handeln gegen Rechtsextremismus kann bedeuten, mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Ich finde, dass deshalb unser Preisgeld hier genau richtig angelegt ist.“

Wir bitten um Spenden auf das Konto 035 85 81 501, Commerzbank, BLZ 82080000, Verwendungszweck „Rechtshilfefonds“.

 




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