facebook twitter
Plakataktion, 18.00 Uhr, Jenaische Str. 37, Lobeda-Altstadt
kein_ortDas „Braune Haus" in der Jenaischen Straße in Lobeda-Altstadt bekommt offenen Widerspruch. Mit einer Plakataktion demonstrieren Jenaer Bürger, dass sie eine rechtsextremistische Agitationszentrale direkt vor ihrer Haustür nicht dulden wollen.
Jetzt bekommen die Rechtsextremen öffentlichen Widerspruch, und zwar dicht vor der Haustür: Für kommenden Freitag, den 14. August, um 18.00 Uhr lädt der Initiativkreis „Was tun gegen das ‚Braune Haus'?!" im Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Bürgerinnen und Bürger ein, an der Gestaltung einer großen Werbetafel eingangs der Jenaischen Straße (Haus Nr. 37) teilzunehmen.

„Mit dem Motto KEIN ORT FÜR NEONAZIS - AUCH NICHT IN JENA  möchten wir laut und deutlich sagen, dass wir Rechtsextremismus, Verherrlichung der Nazizeit, Antisemitismus und Hetze gegen Ausländer nicht stillschweigend hinnehmen wollen", so Jannis Lemke von der Initiativgruppe, die die Werbetafel für 20 Tage gemietet hat.
Optischer Hintergrund der deutlichen Ansage sind Plakate, die die Amadeu Antonio Stiftung zur Bekämpfung von Neonazis im Thüringer Landtagswahlkampf  herausgebracht hat.
Die Stiftung unterstützt das Jenaer Werbetafel-Projekt auch durch einen Förderbeitrag.
„Diese Aktion ist ein erster Schritt, die Agitationszentrale „Braunes Haus" öffentlich zu skandalisieren, weitere Schritte werden folgen", sagt Dr. Gisela Horn vom Initiativkreis. Denn es reiche nicht aus, fügt sie ergänzend hinzu, dass die Stadt Jena überprüft, ob von den Betreibern die baurechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Wünschenswert ist ein Engagement aller Bürgerinnen und Bürger, um gemeinsam zu zeigen, dass es in Jena keinen Platz für einen Rückzugsort der Rechtsextremen, wie das „Braune Haus", geben kann. „Das ist kein normaler Ort, an den man sich gewöhnen darf", sagt Gisela Horn.
Wichtig sei es den Initiatoren, so Sabine Lötzsch von der Lobedaer Initiative für Zivilcourage (LIZ), die in der Gruppe mitarbeitet, das "Braune Haus" nicht als lokales Problem von Lobeda-Altstadt zu sehen. "Das geht ganz Jena an!" Neben der öffentlichen Skandalisierung müsse die genaue Aufklärung über das, was dort getrieben wird, erfolgen.



Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus | Postfach10 02 17 07702 Jena |mail@aktionsnetzwerk.de | Impressum | Datenschutzerklärung