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Gastkommentar des Aktionsnetzwerks im Akrützel (Ausgabe 266)
"Kein Nazi kommt ins Paradies!“ So der Slogan gegen das 2008 eigentlich im Paradies geplante rechtsextreme „Fest der Völker“. Doch momentan sieht es anders aus. Die von wenigen beachtete, seit ca. drei Monaten zunehmende Gewalt rechtsextremer Gruppen hat nun ihren Weg auch an diesen idyllischen Ort gefunden, an dem Griller, Skater, Jogger, Spieler, Radler und viele andere ihre Seele baumeln lassen wollen. Wie www.npd-blog.info auch über Jena schreibt, setzen Neonazi-Gruppen wieder verstärkt auf einen gewalttätigen Kampf um die Straße. Nicht erst mit den Übergriffen auf alternative Jugendliche am Osterwochen- ende gewinnen die Aktionen rechtsextremer freier Kameradschaften in Jena politische Dimension.
Die zunehmende, unverhohlene und trotzdem fast unwidersprochene Präsenz von Nazis, die sich von den Randgebieten ins Zentrum der Stadt ausbreitet, schafft Angst und Verunsicherung. Erschreckend ist die Zahl von Nazis, die offensichtlich innerhalb kurzer Zeit aktivierbar sind. Deren Ziel ist klar: Vermeintliche oder tatsächliche Gegner sollen eingeschüchtert und Angsträume geschaffen werden, in denen sie die Hegemonie ausüben. Dagegen ruft das Aktionsnetzwerk die Jenaer Bürger auf: Schauen Sie nicht weg! Setzen Sie sich zivilcouragiert gegen Nazis ein. Berichten Sie uns von Ihren Beobachtungen. Stehen Sie für Zeugenaussagen zur Verfügung. Ferti- gen Sie Gedächtnisprotokolle an. Rufen Sie wenn nötig die Polizei. Wir werden unserem Aktionskonsens folgend mit vielfältigen, öffentlichen, anschlussfähigen und gewaltlosen Ak- tionen die Straßen und Plätze unserer Stadt in Obhut nehmen. Wir werden nicht zulassen, dass in unserer Stadt Angsträume entstehen. Wenn Sie sich informieren wollen, besuchen Sie unsere öffentlichen Plenen, z.B. am Donnerstag, dem 7. Mai, um 18 Uhr im Paradies oder im Internet auf www.aktionsnetzwerk.de.
Quelle: Akrützel



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