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Foto: Black Red PressMindestens 300 Jenaer Bürger, unter ihnen auch Personen des öffentlichen Lebens, wie unser Oberbürgermeister Albrecht Schröter und Fraktionsvorsitzende, fanden sich am Samstag, den 10.01.2009 gegen 16.00 bei Minus 10 Grad Kälte in Altlobeda ein, um gegen eine Veranstaltung mit dem fanatischen Holocaustleugner und Antisemiten Horst Mahler im „braunen Haus" zu protestieren.
Trotz der bitteren Kälte herrschte in der Kundgebung eine gute Stimmung nicht zuletzt vermittelt durch die ansprechende Musik, die die Kundgebung begleitete. Vier SprecherInnen kamen zu Wort und gegen 16.00 wurde die Kundgebung beendet, da sich die Anwesenden darüber bewusst waren, dass die Veranstaltung nicht zu verhindern war.
Irritierend und beängstigend war jedoch schon in Altlobeda die Massivität und Aggressivität des Polizeieinsatzes, bei dem sogar eine Ordnerin der Kundgebung eine Pfeffersprayverletzung erlitt.

Bei einer Spontandemonstration in der Innenstadt fand dies einen unrühmlichen Höhepunkt. Wie schon bei anderen Gelegenheiten musste der Beobachter den Eindruck bekommen, dass die vorwiegend auswärtigen Einsatzpolizisten eine regelrechte Jagd auf schwarz gekleidete Jugendliche unternahmen. Gewahrsamnahmen erfolgten mit unglaublicher Brutalität. Menschen wurden mit Schlagstöcken und sonstiger Gewaltanwendung auf den Boden geworfen und mit Kabelbinder gefesselt. Mindestens 4 Personen wurden teilweise schwer verletzt.
Nachdem unsere Kundgebung sehr gut organisiert und friedlich verlief, Auflagen eingehalten wurden usw. ergibt sich für uns als Veranstalter ganz klar das Bild, welches Feindbild die Einsatzleitung der Polizei vor Augen hat.
Das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit wurde eklatant verletzt, da bewusst eine Panik in der Spontandemonstration durch überzogene Polizeipräsenz provoziert wurde. Überwiegend sehr junge Menschen wurden kriminalisiert, durch staatliche Gewalt traumatisiert und sehen sich nun dem Vorwurf des Landesfriedensbruches ausgesetzt, obwohl sie nur von ihrem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit Gebrauch machten.
Dieses Vorgehen kritisieren wir auf das Schärfste und bedauern diesen schrecklichen Abschluss eines hoffnungsvollen Nachmittages zutiefst.

pdf Flyer zu Horst Mahler 111.56 Kb
Redebeitrag von Dr. Gisela Horn (Aktionsnetzwerk)
Redebeitrag der Jugend,- Aktions- und Projektwerkstatt Jena
Artikel & Fotos von Black-Red-Press
Presseinformation solid Jena
Presseschau auf jena.antifa.net



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