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Einladung zum Gründungstreffen des Arbeitskreises WELCOME

Liebe Freundinnen und Freunde,
wie könnte eine "wirkliche Willkommenskultur" aussehen?

Die Zeit bleibt nicht stehen, die Welt ist scheinbar kleiner geworden. Wir schauen heute weit über den eigenen Tellerrand. Im Urlaub begegnen wir Menschen in ihren uns bisher unbekannten Kulturen. Menschen aus aller Welt kommen zu uns. Diese Begegnungen sind für uns alle bereichernd. Und das ist gut so.

Flüchtlinge kommen nicht zum Urlaub, sondern aus vielfältigen Ursachen. Nicht wenigen liegt an unserem wirtschaftlichen oder politischen Handeln als "Industrienation", auch wenn wir selbst dies nicht gutheißen. Das ist nicht gut so.

Die Bundesrepublik Deutschland bekennt sich zur Würde aller Menschen. Das Asylrecht wurde gleichwohl immer stärker eingeschränkt. Ausführungsgesetze stellen hohe bürokratische Hürden für die Anerkennung als Flüchtling und ein Bleiberecht dar. Dazu kommen teils zugelassene, teils geschürte Kampagnen gegen Flüchtlinge, nicht nur in Wahlkämpfen. Auch das ist alles andere als gut.

Wir sind Menschen, die sich um Flüchtlinge und ihre Lebensbedingungen kümmern wollen. Wir wollen ihnen zuhören und das Ankommen bei uns erleichtern. Wir wollen nicht über sie, sondern mit ihnen sprechen und wir wollen mit ihnen zusammenarbeiten. Fremdenfeindlichen Äußerungen und Aktivitäten werden wir deutlich entgegentreten.

Und wir suchen Mitstreiter. Als ANW sind wir parteipolitisch ungebunden. Wir beraten miteinander, was wir leisten wollen und können. Ob jemandem viel möglich ist oder nur ein kleinerer Anteil beigetragen werden kann, ist dabei nicht wichtig. Wichtig ist uns Menschlichkeit.

Es gibt erste Ideen:

  • manche wünschen sich Flüchtlingsfreundeskreise im Stadtviertel,
  • manche könnten Sprachkurse oder Mathe-Nachhilfe für Schulkinder organisieren, 
  • andere wollen Flüchtlingen eine Stimme geben, 
  • endlich aufstehen gegen Abschottung und falsche Asylpolitik, 
  • einige stellen sich vor, Feste mit den neuen Nachbarn zu feiern 
  • angesichts der bevorstehenden Wahlkämpfe brauchen wir wirksame Strategien gegen rechtspopulistische Stimmungsmache und NPD-Reklame.

Mit bereits bestehenden Initiativen wollen wir zusammenarbeiten, sie unterstützen und ergänzen. Städtische und staatliche Behörden werden wir kooperativ und kritisch begleiten.

Wir wollen uns gemeinsam Gedanken machen und konkrete Vorhaben entwickeln, wie WILLKOMMEN in Jena buchstabiert werden soll.

Zu einem ersten Treffen laden wir am 3. April um 19 Uhr in's Café Schillerhof in Jena-Ost ein.




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